Fett liefert unserem Körper die meiste Energie (1g Fett= 9 kcal/ 37 kJ). Es besteht aus Fettsäuren, löst die fettlöslichen Vitamine und trägt die Geschmacks- und Aromastoffe. Fett gibt also vielen Speisen ihren Geschmack.
Es gibt drei Sorten von Fettsäuren: gesättigte Fettsäuren (Myristinsäure, Buttersäure), einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Arachidonsäure). Die Konzentration von Cholesterin im Blut wird von den gesättigten Fettsäuren erhöht und von den einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren gesenkt. Die wichtigste mehrfach ungesättigte Fettsäure ist die Linolsäure (Omega 6 Fettsäure, a-Linolensäure). Fette Seefische und Pflanzenöle enthalten einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln (z.B. Raps-, Soja- und Olivenöl) zu finden. Fleisch, Sahne, Käse, Wurst und Kokosnuss sind reich an gesättigten Fettsäuren.
Essenzielle Fettsäuren können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden, wie zum Beispiel Omega- 3 Fettsäuren (Linolensäure, Docosahexaensäure, Eicosapentaensäure) oder Omega- 6 Fettsäuren (Linolsäure, Arachidonsäure). Omega- 9 Fettsäuren gehören nicht zu den essenziellen Fettsäuren, da sie vom Körper synthetisiert werden können (aus Omega- 3 und Omega- 6 Fettsäuren).
Erwachsene sollten ca. 60 bis 80g Fett pro Tag essen, Kinder und Jugendliche etwas mehr. Im Durchschnitt verbraucht jeder Bundesbürger jedoch zu viel Fett, wodurch Krankheiten wie Übergewicht, Herz- und Kreislauferkrankungen und bestimmte Krebsarten auftreten können. Die optimale Gesamtzufuhr an Fett sollte aus unter 10 % gesättigten, 7- 10 % mehrfach ungesättigten und mehr als 10 % einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. |