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Cumarine
Cumarine leiten sich von den Phenolsäuren ab und haben einen dem Heu ähnlichen Geruch.

Ungefähr 500 unterschiedliche Cumarine sind heute bekannt. Medizinisch werden Cumarine hauptsächlich zur Vorbeugung von Thrombosen angewendet, zum Beispiel wenn eine erhöhte Thrombosegefahr nach einem Herzinfarkt, nach verschiedenen Herzimplantationen oder bei bestehenden Herzerkrankungen besteht. Die medizinische Wirkung der Cumarine ist zugleich auch ihre Nebenwirkung.

Auf Grund ihrer blutgerinnungshemmenden Wirkung können bei einer Therapie mit Cumarinen vermehrte Blutungen (z.B. Haut-, Magen- und Darmblutungen, Zahnfleischbluten, Schlaganfälle, Blut im Urin, Neigung zu blauen Flecken) auftreten. Cumarine haben außerdem eine Frucht schädigende Wirkung und sollten von Schwangeren nicht eingenommen werden.
  • Cumarin

    Cumarin ist das Grundgerüst der Cumarine. Es hat folgende Wirkungen:
    • Durchblutungsfördernd
    • Entzündungshemmend
    • Abschwellend

    Es kommt in Liebstöckel (Levisticum officinale , Pastinak (Pastinaca), Steinklee (Melilotus), Tonkabohnen und Waldmeister (Galium odoratum) vor.
  • Dicumarol

    Dicumarol entsteht aus den Cumarinen während des Fäulnisprozesses von verschiedenen Pflanzen, u.a. Gräser und Klee. Cumarine werden von verschiedenen Wiesenpflanzen während des Trocknens gebildet und wenn diese Pflanzen nach dem Trocknen wieder feucht werden, verwandeln Schimmelpilze die Cumarine in Dicumarol.

    Dicumarol hat eine antagonistische Wirkung zu Vitamin K (blutgerinnungshemmende Wirkung). Dicumarole sind orale Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Arzneistoffe). Es kann hämorrhagische Erkrankungen von Weidevieh verursachen.
  • Hydroxycumarine

    Umbelliferon (in Engelwurz/ Angelica archangelica, Feigenblätter/ Ficus carica, Kamillenblüten/ Matricaria flos, Pastinakfrüchte/ Pastinaca, Seidelbasrinde/ Cortex daphne) ist die Grundstruktur der natürlich vorkommenden Cumarinderivate.
  • Hydroxycumarinderivate

    Aesculetin (Ringelblume/ Calendula officinalis, Rosskastanienrinde/ Aesculus cortex), Aesculin (Rosskastanienrinde/ Aesculus cortex), Fraxetin, Fraxin, Herniarin, Osthenol, Scopoletin (Feigenblätter/ Ficus carica, Ringelblume/ Calendula officinalis)
  • Furanocumarine

    Bergapten (Bärenklauarten/ Heracleum, Engelwurz/ Angelica archangelica, Feigenblätter/ Ficus carica, Liebstöckel/ Levisticum officinale), Heraclenol, Imperatorin, Pimpinellin (Bärenklauarten/ Heracleum, Pastinak/ Pastinaca), Xanthotoxin (= Methoxysalen, Bärenklauarten/ Heracleum, Feigenblätter/ Ficus carica), Xanthotoxol.

    Anwendungsgebiete: Xanthotoxin wird z.B. bei verschiedenen Hauterkrankungen (Psoriasis und Vitiligo) eingesetzt zusammen mit einer langwelligen Bestrahlung mit UV-Licht angewendet.

    Nebenwirkungen: Furanocumarine steigern die Lichtempfindlichkeit der Haut (in Verbindung mit Sonnenlicht beim Sonnenbrand oder bei Hautentzündungen).
  • Pyranocumarine

    Visnadin (Bischofskraut/ Ammi visnaga)

    Wirkung: Die Herzkranzgefässe werden erweitert und hierdurch die Durchblutung des Herzmuskels verbessert, krampflösend z.B. bei Angina pectoris, Koliken.
  • Aflatoxine

    Gehören zu der Gruppe der Schimmelpilzgifte, sie werden von Schimmelpilzen (bei Brot, Nüssen, Mais, Nieren, Leber, Feigen, Pistazien und weiteren fett- und stärkehaltigen Lebensmittel) aus Polyketiden gebildet.

    Wirkung: Vergiftung (durch Verschlucken, Einatmen oder Hautkontakt), Bewusstlosigkeit, Krebserzeugende Wirkung (hauptsächlich für Leber und Magen, hat von den Pflanzeninhaltsstoffen die stärkste krebserzeugende Wirkung), Entwicklungsstörungen bei Neugeborenen, Beeinflussung der Fortpflanzungsfähigkeit
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