Ballaststoffe sind die von den Verdauungsenzymen des Dünndarmes unverdaulichen Komponenten von pflanzlichen Lebensmitteln, die vom Körper nicht als Nährstoffe verwertet werden können. Sie sind in Vollkornprodukten, Gemüse (z.B. Blumenkohl, Brokkoli, Spinat, Mais), Obst (z.B. Äpfel, Beeren, Birnen, Kiwi), hauptsächlich im Stützgewebe und in den Randschichten von Samen und Körnern, enthalten. Andere Bezeichnungen für Ballaststoffe sind: Nahrungsfasern, Pflanzenfasern, Schlackenstoffe, unverwertbare Kohlenhydrate, Dietary Fiber etc.
Ballaststoffe zählen zu den Kohlenhydraten und können in zwei Gruppen unterteilt werden: wasserlösliche (Pektine, Pflanzengummis und Gele aus Algen, Schleimstoffe) und wasserunlösliche Ballaststoffe (Cellulosen, Hemicellulosen, Lignin). Wasserlösliche Ballaststoffe unterstützen die Gesundheit und Ernährung der Darmschleimhaut (Darmflora), indem sie im Dickdarm durch Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren zersetzt werden. Wasserunlösliche Ballaststoffe, haben die Fähigkeit sehr viel Wasser an sich zu binden und sind somit wichtig für einen geregelten Stuhlgang.
Da Ballaststoffe wichtige Aufgaben im Körper erfüllen, kann eine ausreichende Zufuhr der Entstehung verschiedener Krankheiten vorbeugen, so bieten Ballaststoffe Schutz vor Verstopfung, Übergewicht,
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Herz- und Kreislauferkrankungen, Dickdarmkrebs, Divertikulose, Hämorriden oder Karies.
Sie sollten täglich ungefähr 30 bis 40g Ballaststoffe zu sich nehmen.