 Aminosäuren sind eine Klasse organischer Verbindungen von Craboxygruppen (-COOH) mit Aminogruppen (NH2). Die Aminosäuren können in drei Hauptgruppen unterteilt werden: proteinogene, nicht-proteinogene und synthetisch erzeugte Aminosäuren.
Proteinogene Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine („die Grundbausteine des Lebens“). Bisher sind 23 proteinogene Aminosäuren bekannt. Die einfachste Aminosäure ist die Carbaminsäure. Proteinogene Aminosäuren können auch in zwei Kategorien eingeteilt werden, die kanonischen und nicht-kanonischen Aminosäuren.
Als kanonische Aminosäuren oder Standardaminosäuren bezeichnet man 20 der proteinogenen Aminosäure.
Der Rest der proteinogenen Aminosäuren wird unter dem Begriff nicht-kanonische Aminosäuren zusammengefasst. Nur die 20 kanonischen Aminosäuren können vom menschlichen Körper verwertet werden. 12 von denen werden vom menschlichen Körper synthetisiert (durch die Mikroorganismen, die im Verdauungstrakt leben) und 8, die essenziell für den Körper sind, müssen mit der Nahrung zugeführt werden.
Proteinogene Aminosäuren:
- Es gibt 20 kanonische Aminosäuren.
- Die 12 nicht essenzielle Aminosäuren heißen: Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure (Aspartat), Cystein, Glutamin, Glutaminsäure (Glutamat), Glycin, Histidin, Prolin, Serin und Tyrosin.
- Die 8 essenziellen Aminosäuren heißen: Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin, Lysin (Tyrosin und Cystein sind zusätzlich essenziell für Kinder, da ihr Körper diese noch nicht selbst synthetisieren kann).
- Arginin und Histidin sind auch semi-essenzielle Aminosäuren. Sie helfen dem Körper in bestimmten Situationen, bei schweren Verletzungen, Wachstum oder Erkrankungen bei denen der Amninosäurestoffwechsel beeinträchtigt ist. Arginin und Histidin müssen mit der Nahrung zugeführt werden.
- Es gibt 3 Klassen von nicht- kanonischen Aminosäuren, die nicht im menschlichen Körper vorkommen:
- 1. Klasse : wird in Proteine eingebaut - Pyrroliysin, Selenocystein
- 2. Klasse: entsteht aus kanonischen Aminosäuren- Prolin, Hydroxyprolin, Serin, O-Phosphoserin, Tyrosin, O-Phosphotyrosin, Glutamat, Carboxyglutamat
- 3. Klasse: der Körper kann sie nicht von den kanonischen Aminosäuren unterscheiden: Selenomethionin (Methionin), Canavanin (Arginin), Azetidin-2 carbonsäure (Prolin)
- Nicht-proteinogene Aminosäuren erfüllen verschiedene biologische Funktionen.
- Es sind rund 250 unterschiedliche nicht-proteinogene Aminosäuren bekannt.
- Der größte Teil der nicht-proteinogenen Aminosäuren entsteht aus den Proteinogenen. Bekannte nicht- proteinogene Aminosäuren sind: Thyroxin, Ornithin, Homoserin, GABA, Citrullin, Ibotensäure usw.
Es gibt auch eine große Anzahl von synthetisch erzeugten Aminosäuren wie z.B. APV (Antagonist des NMDA - Rezeptors), Aspartam (Süßstoff ) etc. |